Ruhestand: Dieser Lebensstandard, den du zu behalten glaubst, kann sinken
Hey, hier ist Quentin. Der Rückgang des Lebensstandards im Ruhestand lässt sich begrenzen, indem du ein realistisches Budget erstellst, deine künftige Rente überprüfst und zusätzliche Einkünfte aufbaust. Die Höhe deiner Einkünfte hängt von deiner beruflichen Laufbahn, deiner Wohnsituation, deiner Gesundheit und deinem Wohnort ab: Eine Rente allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Prüfungen kannst du schon vor dem Ruhestand aktiv werden.
Am besten sofort erledigen
- Schätze die Höhe deiner künftigen Rente bei deinen Rentenversicherungsträgern.
- Liste deine aktuellen Ausgaben auf und ermittle anschließend, welche sich nach deinem Renteneintritt ändern werden.
- Prüfe deine Ansprüche auf Altersvorsorge und die Bedingungen für die Auszahlung deiner Anlagen.
- Plane die Kosten für Wohnen, Gesundheit und Mobilität ein.
- Plane einen Puffer für Inflation und unvorhergesehene Ausgaben ein, ohne von einer sicheren Einkommenssteigerung auszugehen.
Die DREES beobachtet, dass der Lebensstandard des Haushalts zum Zeitpunkt des Renteneintritts im Median um etwa 9 % sinkt, während sich die Lage mancher Menschen verbessert oder vergleichbar bleibt. Diese Daten zeigen, dass ein Rückgang nicht zwangsläufig ist, eine Finanzplanung jedoch wichtig ist: Sieh dir die Ergebnisse der DREES zum Lebensstandard von Rentnerinnen und Rentnern an und prüfe auch, welchen Einfluss das Wohnen auf das Budget im Ruhestand hat.
Warum der Lebensstandard nach dem Renteneintritt sinken kann
Die Rente ersetzt oft nur einen Teil des Gehalts. Ihre Höhe hängt von der beruflichen Laufbahn, Zeiten ohne Beitragszahlungen und den zuständigen Rentenversicherungsträgern ab; eine persönliche Schätzung ist daher aussagekräftiger als ein nationaler Durchschnitt. Zur Orientierung: Die für 2025 angegebenen Daten beziffern die durchschnittliche Rente auf etwa 1.626 € brutto pro Monat. Dieser Betrag sagt jedoch nichts darüber aus, wie deine persönliche Situation aussehen wird.
Ein Einkommensrückgang bedeutet nicht zwangsläufig einen gleich hohen Kaufkraftverlust. Ein abbezahlter Immobilienkredit oder geringere Fahrtkosten können die Ausgaben senken, während Miete, Gesundheitskosten oder die Unterstützung eines Angehörigen sie steigen lassen können. Das Risiko zeigt sich im Verhältnis zwischen den Einnahmen und den tatsächlichen Ausgaben.
Die DREES weist außerdem darauf hin, dass die Entwicklungen unterschiedlich verlaufen: Bei etwa 35 % der untersuchten Personen steigt der Lebensstandard zum Renteneintritt, und fast die Hälfte bleibt in derselben Kategorie. Wie ein einfacher Gedanke es zusammenfasst: „Ein Durchschnittswert gibt Orientierung, ersetzt aber niemals ein persönliches Budget.“
Wohnsituation und Wohnort machen einen Unterschied
Zwei Rentnerinnen oder Rentner mit derselben Rentenhöhe können ganz unterschiedliche Lebensrealitäten haben. Eine abbezahlte Wohnung in einer preisgünstigen Gegend lässt oft mehr Spielraum als eine hohe Miete in einer großen Metropole. Auch Heizkosten, Mobilität und der Zugang zur medizinischen Versorgung spielen eine Rolle.
Wenn du schuldenfreies Wohneigentum besitzt, solltest du trotzdem anstehende Reparaturen und laufende Kosten einkalkulieren. Wenn du zur Miete wohnst, prüfe, ob die Miete mit den erwarteten Einkünften weiterhin tragbar ist, und ziehe Lösungen in Betracht, bevor dein Budget zu knapp wird.
Ein Beispiel: Claire und Marc hatten ihre Freizeitaktivitäten eingeplant, aber nicht den Austausch ihres Heizkessels. Mit einer Rücklage für die Instandhaltung ihrer Wohnung hätten sie nicht auf ihre Notfallreserve zurückgreifen müssen.
| Zu prüfender Punkt | Warum er wichtig ist | Sinnvolle Maßnahme |
|---|---|---|
| Geschätzte Nettorente | Sie bildet die Grundlage für regelmäßige Einkünfte. | Die Schätzung mit den Versicherungsverläufen vergleichen. |
| Wohnen | Miete, Kredit und Reparaturen belasten das Budget von Rentnerinnen und Rentnern stark. | Die jährlichen Kosten einplanen, nicht nur die monatlichen Raten. |
| Zusätzliche Einkünfte | Mieteinnahmen, Kapitalanlagen oder eine Teilzeittätigkeit können die Lücke verringern. | Nettowerte, Kosten und Risiken einschätzen. |
| Inflation und Gesundheit | Preise und medizinischer Bedarf können sich verändern. | Einen Puffer im Budget lassen und die Prognosen regelmäßig anpassen. |
Finanzplanung: drei Schritte, um den Einkommensrückgang zu begrenzen
- Schritt 1: Schätze deine Einkünfte. Sieh dir deine Versicherungsverläufe an, ermittle fehlende Zeiten und lass die Höhe deiner Rente schätzen. Berücksichtige nur zusätzliche Einkünfte, mit denen du vernünftigerweise rechnen kannst.
- Schritt 2: Berechne deine künftigen Ausgaben. Unterscheide zwischen festen, variablen und einmaligen Ausgaben. Berücksichtige insbesondere Wohnen, Gesundheit und mögliche finanzielle Unterstützung für Angehörige.
- Schritt 3: Passe deine Planung vor dem Renteneintritt an. Je nach deiner Situation kannst du deine Altersvorsorge stärken, wiederkehrende Ausgaben senken, einen Umzug planen oder eine Teilzeittätigkeit in Betracht ziehen. Prüfe die steuerlichen Folgen und die Bedingungen jeder Option.
Wenn deine Wohnkosten niedrig sind, konzentriere dich auf Rücklagen für Gesundheitskosten und unvorhergesehene Ausgaben. Wenn Miete oder Kredit einen großen Teil deiner Einkünfte beanspruchen, kümmere dich zuerst um diesen Ausgabenposten, bevor du dein Freizeitbudget erhöhst.
Altersvorsorge und zusätzliche Einkünfte: Vorsicht ist geboten
Eine Lebensversicherung, ein Altersvorsorgeplan, Kapitalanlagen oder eine Mietimmobilie können die Rente ergänzen, aber nichts davon garantiert für sich allein einen bestimmten Lebensstandard. Zu berücksichtigen sind Kosten, Steuern, Verlustrisiken und die Verfügbarkeit des Geldes zu dem Zeitpunkt, an dem du es brauchst.
Der manchmal als Richtwert für einen komfortablen Ruhestand genannte Betrag von 3.000 € pro Monat gilt nicht für alle. Er hängt von der Zahl der Personen im Haushalt, der Region, der Wohnsituation und den individuellen Bedürfnissen ab; lege deinen eigenen Richtwert am besten anhand deiner Ausgaben fest.
Damit du deinen Ruhestand erfolgreich planst, solltest du deine Annahmen einmal im Jahr und nach jeder größeren Veränderung überprüfen. Ein hilfreiches Budget ist ein lebendiges Budget: Es passt sich deiner Realität an und nicht einer Zahl, die angeblich für alle gilt.
Praktische Fragen zum Lebensstandard im Ruhestand
Lässt sich anhand der durchschnittlichen Rente der künftige Lebensstandard einschätzen?
Nein. Ein Durchschnittswert bietet eine allgemeine Orientierung, doch die persönliche Situation hängt von der beruflichen Laufbahn, dem Haushalt, der Wohnsituation, den Gesundheitskosten und zusätzlichen Einkünften ab. Deshalb ist eine individuelle Schätzung erforderlich.
Welchen monatlichen Betrag sollte man für einen angenehmen Ruhestand anstreben?
Es gibt keinen Richtwert, der für alle gilt. Der benötigte Betrag hängt von der Region, der Wohnsituation, der Zusammensetzung des Haushalts und den laufenden Ausgaben ab. Beginne damit, dein voraussichtliches Budget zu berechnen.
Wie lässt sich ein Einkommensrückgang beim Renteneintritt begrenzen?
Prüfe deine Ansprüche, berechne deine künftigen Ausgaben, korrigiere mögliche Fehler im Versicherungsverlauf und prüfe passende Möglichkeiten wie Altersvorsorge oder eine Teilzeittätigkeit. Berücksichtige stets Kosten und Risiken.
Sind zusätzliche Einkünfte unbedingt notwendig?
Nicht unbedingt. Sie können das Budget verbessern, doch ihr Nutzen hängt von der Lücke zwischen deinen Einkünften und Ausgaben ab. Auch eine ausreichende Rente und gut kontrollierte Ausgaben können einen guten Lebensstandard sichern.
Danke für dein Interesse; herzliche Grüße, Quentin




